Diese Seiten sollen Geschichten, Erlebnisse und Erfahrungen von Unterwegs beinhalten. "Unterwegs" bedeutet in diesem Falle, die Strecke zwischen Vientiane, Laos und Bürglen, Uri. Das Abenteuer mit dem Motorrad von Laos in die Schweiz zu fahren startet am 23. April 2011 und wird voraussichtlich 3-4 Monate in Anspruch nehmen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen ab und zu auf der Seite zu verweilen und in den Zeilen zu schmökern...

Sonntag, 24. April 2011

And off we go!!!

Die Crew: Horst der alte Tourenbär, Sleschi der Bärtige, Conny und Boris "the Honeymooners"
+ Kinder von Horst (kommen uns in Lhasa besuchen)

Samstag 23. April 2011 06.00 Uhr, aus den Federn alter Junge, auf, auf ins Abenteuer. Noch kurz die restlichen Sachen zusammen packen, alles aufs Motorrad schnallen und ab geht's zum Frühstücken mit den Weggefährten. Laos schien traurig zu sein über unsere Abreise und so vielen einigä Tränen vom Himmel, sprich es tröpfelte leicht. Wir liessen uns aber von diesen Umständen nicht beirren und bahnten uns unseren Weg Richtung Norden, Richtung Luang Prabang. Zwischenzeitlich wurden wir von häftigeren Schauern begleitet und so musste schon der Regenkombi zum ersten Mal seine Dienste verrichten. Als dann auch noch stockdicker Nebel über die Bergketten hängte wurde uns spätestens bewusst, dass wir hier nicht auf einer einfachen Fahrt ins Blaue waren, sondern dass dieser Trip körperlich wie mental einiges von uns abverlangen wird. Unterwegs hatte ich schon den ersten kleinen Schreckmoment, als ich plötzlich komische Geräusche von meinem Motorrad hörte. Bei einem Kontrollblick in der Pause stellte sich dann heraus, dass die Toolbox, welche wir aus Gewichtsgründen vorne am Motorschutz montiert hatten, durch die vielen Schläge und den damit entstandenen Kontakt mit dem Rad halb abgeschlagen wurde. Das hiess, Werkzeug entnehmen und irgendwo anders unterbringen und am Abend die Toolbox abmontieren. Somit waren erste Verluste schon zu  vermerken, aber solange es bei solch kleinen Dingen bleibt sind wir zufrieden. Schliesslich schafften wir es nach 9-stündiger Reise, müden Armen und dem ersten, aber sicherlich nicht letzten, tauben Gefühl im Allerwertesten, nach Luang Prabang. Wir gönnten uns ein vorzügliches Nachtessen, da Conny an diesem Tag noch Geburtstag hatte. Der erste Tag der Reise ist geschafft, alles hat gut geklappt und wir sind voller Tatendrang in den zweiten Tag gestartet. Der Weg führte uns über holprige Strassen, welche mit Hühnern (einige haben unsere Durchfahrt nicht ganz heil überstanden), Schweinen, Ziegen, Kühen und Büffeln gesäumt war, vorbei an kleinen Dörfern, winkenden Kindern und staunenden Laoten. Namtha in Luang Namtha war dann unser Nachtlager von wo aus wir die chinesische Grenze schon fast greifen konnten, denn die Überquerung der Grenze zu China ist unser nächstes Ziel.

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