Nach kurem Ritt am Montagmorgen waren wir schon an der Grenze zwischen Laos und China angekommen. Nun stieg die Spannung ob alles mit dem Papierkram klappen würde, ob Mani mit seinem Truck durch die Kontrollen kommt und ob unser Guide für China auf der anderen Seite auf uns wartet. Auf der laotischen Seite gabs schon die ersten Probleme, da sie uns nicht ohne Exportpapiere durchlassen wollten. Horst hat das aber mit seinen lao-skills gut gemeistert und nach einem kurzen Gespräch mit ein paar Vorgesetzten, hat er dem Stempeltypen im Häusschen einfach gesagt, dass der Chef gesagt hat es sei gut und er uns die Stempel geben soll....hat der Chef aber überhaupt nicht gesagt, aber der Trick hat wunderbar funktioniert. So waren wir also aus Laos raus und nun ab nach China. Schon an der Aufmachung des Grenzübergangs konnte man erkennen, das es in China wohl einwenig anders aussehen würde als in Laos. Alles war gepflegt (bis auf die überlaufenden Toiletten), es hatte schöne Blumen, eine grosse Halle und die Strasse war in einwandfreiem Zustand. Doch wie sah es hier mit unseren Papieren aus? Ye, ich nennen in Yeah, ist unser Guide und wir haben ihn tatsächlich an der Grenze getroffen. Mit seiner Hilfe war das ganze Prozedere ein Leichtes und wir waren ratz-fatz über die Grenze rüber.
| Grenze zwischen Laos und China |
Der Papierkram für die Bikes dauerte aber noch etwas länger, auch deshalb, weil der Chinese gerne mal von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr Mittagspause macht. Dies taten wir ihnen gleich und so verpflegten wir uns während wir auf die Papiere warteten im nahe gelegenen Mohan. Von Mohan machten wir uns dann mit samt den Papieren auf den Weg nach Jinghong. Dies war eine erste Erfahrung mit dem chinesischen Verkehr. Da wir die Zeit etwas falsch einkalkuliert hatten und etwas später unterwegs waren wurde es am Ende des Trips dunkel und so fuhren wir noch zwei Stunden durch die Nacht. Leider hatten aber nicht alle die Sache mit dem Licht und der Dunkelheit im Griff und so tauchten da plötzlich wieder unbeleuchtete Traktoren auf der Autobahn auf, welchen man im letzten Moment noch ausweichen konnte, oder auf der anderen Seite kamen einem Autos mit Volllicht entgegen, "Hauptsache ich seh was" ist hier die Devise. Gegen 22.00 Uhr Abends schafften wir es dann aber doch noch nach Jinghong, welches in einer Disneyland ähnlichen Beleuchtung erhellt war. Überall waren Neonlichter und Schilder angebracht, Brücken waren beleuchtet und Bäume bestrahlt. Alles ein bisschen pompöser, heller, grösser in China. So kam es, dass wir alle ziemlich abgekämpft und müde im Hotel ankamen. Nach hervorragendem Essen schliesslich, fielen wir alle totmüde in unsere Laken und waren froh heile angekommen zu sein. Am nächsten Tag wurde auch sogleich beschlossen, dass solche wir-fahren-in-China-durch-die-Nacht-Aktionen besser die Ausnahme bleiben sollten. Wohl eine vernünftige Entscheidung.
| Jinghong |
Kurz gesagt: Wir habens nach China geschafft, das Essen ist lecker, die Strassen gut, der Verkehr noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber ansonsten sind wir alle wohlauf und zuversichtlich für die kommende Strecke.
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