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So könnte man das Unterfangen „Uzbekistan“ auch nennen. Zwei Tagestouren von der Grenze in Osh entfernt erreichten wir schliesslich Tashkent, das Endziel der VTChallenger Gruppe (Vientiane-Tashkent Challenge). Das hiess „Endstation“ für Conny, Boris und Horst und somit organisieren des Rücktransports der Bikes nach Bangkok. Ich für meinen Teil hatte hier noch das Visum für Turkmenistan zu besorgen und so quartierten wir uns mal für ein paar Tage in einem Hotel in Tashkent ein. Die Aktion „Turkmenistanvisum“ scheiterte nach kurzer Anlaufzeit an der Unfreundlichkeit des Botschaftpersonals und der doch eher zurückhaltenden Willkommensgesten gegenüber Touristen. Das Visum hätte mindestens 20 Tage gedauert und für's Bike hät's an der Grenze auch nochmal einige Hürden zu überwinden gegolten. Kurz um entschied ich mich daher meine Route etwas anzupassen und über Kazachstan (Aktau) zu gehen und dort die Fähre zu erwischen. Das Kazachstanvisum war eine kurze Sache (freundlicher Wachmann liess mich zweimal in der Schlange von Position 50 nach 5 vor, da er gesehen hatte, das ich hoffnungslos verwirrt war mit der Einschreibeliste :-) ) und so hatte ich nach ein paar Tagen mein (zweites) Kazachstanvisum in der Hand.
Um uns die Wartezeit (für mich Visum, für die VTChallengers Rückflug nach Bangkok) zu verkürzen machten wir Touren zu den Stätten der Seidenstrasse. Währen Conny und Boris nach Khiva, Bukhara und Samarkand gingen, nahmen Horst und ich uns nur Bukhara vor. Ich hatte später auf meiner Route zur kasachischen Grenze dann Samarkand und Khiva noch auf dem Weg und so war der Ausflug mit dem Zug nach Bukhara eine gute Sache. Bukhara, Samarkand und Khiva sind alles ehemalige Hochburgen an der Seidenstrasse, wo sich Händler, Karavanen und andere Gesellen getroffen hatten um ihre Waren an den Mann (die Frau) zu bringen. Während in Bukhara die Altstadt eine abgekapselte Insel in Mitten der Neustadt ist, vermischen sich alte und neue Gebäude in Samarkand und in Khiva ist die Altstadt wiederum durch die Stadtmauer vom Rest ganz abgekapselt, so zu sagen ein Freilichtmuseum der alten Schule. So hatte jede dieser drei Stätten ihre Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten.
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| Bukhara by night |
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| Mosque in Bukhara |
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| Amir Temur Tomb in Samarkand |
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| Shai-i-Zinda in Samarkand |
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| Nie vollendeter Turm in Khiva |
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| old-Khivas city wall |
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| Khiva by night |
Zurück in Tashkent nach dem Ausflug nach Bukhara musste ich noch einen weiteren Ölwechsel vollziehen und liess mir noch den Sattel etwas abändern. Mit der Hilfe einiger lieber Uzbeken waren diese Dinge schnell erledigt. Ein Typ hüpfte kurzerhand auf mein Moped und wir fuhren quer durch die Stadt um passende Öl zu finden, dann halfen mir drei Jungs den Ölwechsel zu machen, den Zigarettenanzünder zu montieren (nein, ich bin nicht zum Raucher montiert, aber nun kann ich mithilfe eines Adapters während der Fahrt meinen iPod und mein Handy laden :-) ). Der Sattler hobelte und klebte dann für 2.5 Stunden noch an meinem Sattel rum und nun sieht er zwar etwas komisch aus, ist aber umso bequemer. Somit stand dem Aufbruch ins „neue“ Abenteuer nichts mehr im Weg. Ich verabschiedete mich einen Tag später von Conny, Boris und meinem Zimmergenossen Horst und machte mich „free solo“ auf meinen Heimweg. Erste Station „Samarkand; dort habe ich vier Kroaten im Guesthouse getroffen und bin mit denen zwei Tage durch die Gassen gezogen. Unter anderem waren wir an einer Weindegustation (die meisten waren dort aber nach meinem Geschmack nicht wirklich geniessbar, ich glaub süsse Dessertweine sind nicht so meine Spezialität, aber der Coniac war nicht übel ;-)) und haben uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut und dann gab's noch Reisetips für Kroatien aus ersten Hand. Aber mal schauen, ist ja noch ein weiter Weg bis dahin...
PS: hier noch ein Müsterchen wie das mit dem Geld in Uzbekistan aussieht: 1000 Sum ist die grösste Note, dies entspricht ungefähr 50 Rp. Der offizielle Kurs ist 1 USDollar = 1700 Sum, auf dem Schwarzmarkt tauscht man für 2400 Sum. So macht man das in Uzbekistan, man läuft immer mit einer Tüte Kohle rum, weil man Bündelweise davon benötigt um irgendwas zu bezahlen....
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| Ich hab richtig fett Kohle!!! |
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