"No ferry this week, mayyyybeeee next week", mit diesen Worten wurde ich am letzten Montag hier in Aktau empfangen. Seit dem warte ich hier am westlichen Ende Kazachstans am kaspischen Meer darauf, dass irgendwo am Horizont doch nochmal so ein Dampfer daher kommt. Gestern bin ich dann noch mal zum Hafen hin um mich zu erkundigen. Nach dem ich zu zwei Stunden Warterei verdonnert wurde bekam ich dann am Schluss die Info, dass an diesem Freitag eine Fähre gewesen wäre, die aber leider schon voll ist. Aha, das war wohl nichts mit dem ersten Eintrag auf die Liste und "We call you when there is a ferry", so hab ich dieses Ding wieder verpasst. Nun bin ich aber offiziell auf der Liste des Hafens, mit Registrierung des Bikes und allem und muss nun noch 3-4 Tage warten, dann sollte es losgehen. Hab dann am Hafen noch zwei französische Radfahrer getroffen, welche von Peking nach Hause unterwegs sind und das gleiche Schicksal teilen und später kam dann noch eine andere 4-köpfige Truppe dazu, welche mit drei Seitenwagenmotorrädern von Shanghai nach Paris unterwegs sind. Nun sitzten wir alle im gleichen Boot, das heisst dies bleibt zu hoffen, da wir alle auf die nächste Fähre warten.
Die Warterei ging aber eigentlich bis jetzt recht schnell über die Bühne. Ich hab am ersten Abend hier in Aktau ein nettes Kazachenpäärchen (Oleg und Jane) kennengelernt, die mich hier tatkräftig unterstützen. Sie halfen mir ein Hotel zu finden und zeigten mir eine Garage wo ich kleine Unterhaltsarbeiten am Bike vornehmen kann, führten mich zum Essen aus und fuhren mich zu diversen Stränden. Vorgestern war aber die Krönung des Ganzen: Ich wurde von den beiden in einem alten Lada 4x4 abgeholt und wir fuhren zum Markt, 2 kg Fleisch gekauft und noch etwas Gemüse. Dann fuhren wir ein bisschen ausserhalb der Stadt zum Strand. Oleg gab mir dann Taucherbrille, Flossen, Handschuhe und einen Plastiksack und wir stürzten uns ins Meer um nach "Crayfishs" zu suchen. Also tauchten wir runter und hoben Steine hoch und fingen die kleinen Krebstiere, welche sich darunter versteckten ein und steckten sie in die Tüte. Nach 30min hatten wir beide den Sack voll und gingen an Land. Dort wurde Wasser in einem Eimer überm Feuer aufgekocht und dann das Getier ihrem Schicksal übergeben. Nach 10min waren sie fertig und wir begannen unsere selbst gefangene Vorspeise zu essen. Danach gabs noch 2 kilo Shashlik und wir waren alle satt. Beim nächtlichen Schwumm im Meer sahen wir dann noch eine Schlange im Wasser, welche wir an Land drängten und ich dann, Crocodile Hunter mässig, mit meinen eigenen Händen gefangen habe. War das erste mal, dass ich überhaupt eine Schlange in Händen hielt und sie gleich selbst zu fangen war natürlich ein bessonderes Erlebnis. Da soll noch einer sagen, dass Fernsehn nicht bildet. Wie oft hab ich Crocodile Hunter bei seinen tollkühnen Schlangenaktionen über die Schulter geschaut und so war das kein Problem die Schlange zu fassen. Da wir alle schon satt waren, wurde die Schlange dann nicht gekocht :-) Nee, nee, hatten wir auch gar nie vor. Wir entliessen die kleine wieder in ihren natürlichen Lebensraum.
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| Voll bewaffnet auf Krebsfang |
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| ...und so sah das Getier dann aus |
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| gemütliches Krebschenpick-nik |
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| Hauptspeise: Shashlik, mmmhhhhhhhh |
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| Unser Spot |
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| meine erste selbst gefangene Schlange |
Danach war der Abend gelaufen und wir fuhren zurück. Dann wurde wieder eines dieser Rätsel der Welt aufgedeckt: Ein Lada eignet sich nicht unbedingt um Sanddünen hochzufahren. Und so waren auch noch drei andere Pick-ups sich am Hügel erklimmen zu versuchen. Und sie alle scheiterten. So spannten wir zusammen und schoben eine Karre nach der anderen den kleinen Sandhügel hoch.....war das ein Krampf. Dann war aber wirklich Schluss und ich wurde zurück ins Hotel gebracht. What a day!!!!
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The lovely persons, who made that all possible
Oleg and Jane, thanks a lot |
Man kann sich also durchaus schlechtere Plätze zum Warten auf eine Fähre aussuchen als Aktau....
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